Erinnerungen mal anders

„Vom Vater hab ich die Statur, des Lebens ernstes Führen. Vom Mütterchen die Frohnatur und Lust zu fabulieren …“, schrieb Goethe einst und endete mit dem Stoßseufzer: „Was ist denn an dem ganzen Wicht Original zu nennen?“ Zugegeben, nicht immer sind wir glücklich über die Gene unserer Ahnen, denen wir möglicherweise frühe Grauhaare, schiefe Nase,„Erinnerungen mal anders“ weiterlesen

Schluss mit Nikolaus?

Spätestens, wenn das letzte Kalenderblatt umgeschlagen war, packt mich ein besonderer Tatendrang. Es ist, als ob ein alter Motor nach monatelangem Stillstand zum Leben erweckt wird und knatternd und schnaufend seinen Betrieb aufnimmt. Ich suche nach zwei möglichst gleichen Kartons, kaufe Weihnachtspapier, Schleifenband, besorge Tannengrün – und vor allem das, was der Nikolaus bringen soll.„Schluss mit Nikolaus?“ weiterlesen

Holzarbeiter im Vorruhestand

Der Beschluss war schnell gefasst: Unser Labrador wird in den Vorruhestand versetzt und in vier Wochen, wenn er seinen elften Geburtstag feiert, geht’s in Rente. Wir zwangen ihn sozusagen zu seinem Glück. Was war passiert? Er hatte offensichtlich Schmerzen, schlich durch die Gegend mit gekrümmtem Rücken, wusste nicht, wie er liegen oder stehen sollte, aber„Holzarbeiter im Vorruhestand“ weiterlesen

Nächtliche Rettungsübung

Wir lieben unseren ungestörten Nachtschlaf. Noch ein paar Seiten lesen, Augen zu und eintauchen ins Reich der Träume. Blacky, unser damals zehn Jahre alter Labrador-Retriever, beginnt mit dem Schlafritual, während noch irgendein Krimi im Fernsehen läuft. Auch er läuft – mit zuckenden Pfoten und leisem Knurren träumt er neben uns auf dem Teppich, bald darauf„Nächtliche Rettungsübung“ weiterlesen

Mein geliebter Rudi

Mit gerade einmal 100 km/h schleiche ich über die abendliche Autobahn in Richtung Heimat und lausche auf jedes Geräusch, das mein Rudi von sich gibt. Ich habe Zeit, mich innerlich von ihm, meinem geliebten Corolla, zu verabschieden. Nein, Rudi, so geht es nicht weiter. Ich weiß, du warst stolz wie Bolle, als dir kürzlich die„Mein geliebter Rudi“ weiterlesen

Der ungeliebte Mitbewohner

Wir haben einen Dauergast, der sich bei uns pudel-, nein maulwurfswohl fühlt. Noch nie haben wir ihn zu Gesicht bekommen, haben auch fast die Befürchtung, es ist nicht nur ein einziger Gast, sondern eine ganze Sippe, ein Rudel, eine Horde … Verflixt nochmal. Was heißt überhaupt Gast. Wir haben ihn weder eingeladen noch zum Bleiben„Der ungeliebte Mitbewohner“ weiterlesen